LEITFADEN
Aquagard-Warnmeldung - Was tun, wenn der Fühler Alarm schlägt?
Wenn der Aquagard-Wassermelder Alarm auslöst, ist umsichtiges und systematisches Vorgehen entscheidend. Die möglichen Ursachen lassen sich häufig bereits anhand der aktuellen Witterungsverhältnisse eingrenzen.
Witterungsverhältnisse prüfen
Die aktuelle Wetterlage liefert wichtige Hinweise auf die zu erwartende Wasserbelastung am Gebäude.
a) Trockene Witterung ohne nennenswerte Niederschläge
Prüfen Sie den aktuellen Grundwasserstand.
Steigt das Grundwasser an der Gebäudeaußenseite über die Oberkante des Rohfußbodens, liegt ein permanenter Wasserdruck am Gebäude an.
Bewertung:
Löst der Aquagard-Fühler ohne Regenereignis aus, kann davon ausgegangen werden, dass Bodenplatte und erdberührte Außenwände bis zur Höhe des Wasserpegels dicht sind.
Die Ursache liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb des Gebäudes.
Maßnahmen:
Überprüfen Sie Heizungs-, Trinkwasser- und Abwasserleitungen auf Undichtigkeiten.
Gleiches gilt, wenn der Grundwasserstand unterhalb der Bodenplatte liegt und dennoch keine nennenswerten Regenfälle aufgetreten sind.
b) Regenschauer nach längerer Trockenperiode
c) Regenwetter nach einer Frostperiode
d) Gewitter mit Starkregen
In diesen Fällen wird der obere Bereich des Erdreichs rasch gesättigt. Das Wasser kann nicht schnell genug versickern und sammelt sich an den Kelleraußenwänden. Entlang der Wand sickert es nach unten und beaufschlagt vorhandene Schwachstellen mit Druckwasser.
Mögliche Eintrittsstellen:
Risse im Mauerwerk oder Beton
Lunkerstellen
Undichte Rohr- und Kabeldurchführungen
Leckstellen in der Außenabdichtung
Maßnahmen:
Kontrollieren Sie alle Kelleraußenwände von der Innenseite auf sichtbaren Wassereintritt.
Ist an den Wandflächen kein Feuchteeintrag sichtbar, besteht der Verdacht auf Wassereintritt über die Wand-/Sohlenfuge.
-> Öffnen Sie in diesem Fall den Bodenaufbau im Bereich des Sensors (ca. 10 × 20 cm) bis zum Rohfußboden, um festzustellen:
ob Wasser unter dem Estrich steht,
und ob ggf. Wasser nachläuft.
-> Ziehen Sie bei bestätigtem Wassereintritt ein fachkundiges und erfahrenes Fachunternehmen hinzu.
e) Anhaltende regnerische Wetterlage über mehrere Tage
Bei länger anhaltendem Regen sind alle Bodenschichten gesättigt, häufig steigt auch der Grundwasserstand an. In dieser Situation ist eine eindeutige Zuordnung der Ursache (Wand oder Boden) nur möglich, wenn der Wassereintritt an den Wänden sichtbar ist.
Maßnahmen:
Sind Wasser- oder Feuchtespuren an den Wänden erkennbar, liegt eine Ursache im Wandbereich. Obwohl weitere Undichtigkeiten im Bodenbereich nicht auszuschließen sind sollte zuerst dieser Leckstelle nachgegangen werden.
Sind die Wände trocken, ist erneut eine Kontrollöffnung im Bodenaufbau im Bereich des Aquagard-Fühlers herzustellen.
-> Besteht kein sichtbarer Wassereintritt an den Wänden, ist von einem Eindringen über die Wand-/Sohlenfuge auszugehen.
-> In diesem Fall sollte ebenfalls ein versiertes Fachunternehmen hinzugezogen werden
Checkliste für den Alarmfall
Was ist zu tun, wenn der Aquagard Wassermelder Alarm schlägt?
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